Studieren in München – und wohnen wie?
Wohnungssuche für Studierende in München: Zahlen, die belasten
Die Zahlen zur Wohnungssuche für Studierende in München sind ernüchternd. Wer ein WG-Zimmer in München sucht, landet häufig bei rund 700 Euro monatlich, oft ohne Möbel, manchmal ohne Anmeldung, fast immer mit großer Konkurrenz. Apartments für Studierende liegen nicht selten deutlich über 1.000 Euro, selbst außerhalb des Mittleren Rings. Für Studierende, die von BAföG, Nebenjobs oder begrenzter familiärer Unterstützung leben, ist dieses Mietniveau kaum realistisch.
WG-Zimmer, Apartment oder Wohnheim – was ist realistisch?
Eine Alternative bieten die Wohnheime des Studierendenwerks München, insgesamt mehr als 9.000 Wohnheimplätze. Doch die Nachfrage übersteigt das Angebot deutlich. Wartelisten von mehreren Semestern sind die Regel. Für viele Erstsemester bedeutet das Übergangslösungen wie Untermiete, Couchsurfing oder tägliches Pendeln aus dem Umland. Wer neu in München ist oder aus dem Ausland kommt, startet bei der Wohnungssuche für Studierende oft mit einem strukturellen Nachteil.
Warum bezahlbarer Wohnraum in München immer knapper wird
Das Problem geht weit über individuelle Wohnungsnot hinaus. München wächst seit Jahren, während der Wohnungsbau mit dem Bedarf nicht Schritt hält. Bezahlbarer Wohnraum für Studierende wird knapper. Gleichzeitig stehen Büroflächen leer, Wohnungen werden luxussaniert oder dem Markt entzogen. Dass es dagegen inzwischen Demonstrationen gegen Wohnungsnot in München gibt, überrascht kaum. Tausende fordern unter anderem besseren Schutz für Sozialwohnungen, Mietpreisbegrenzungen und die Umnutzung leerstehender Gebäude.
Hohe Mieten, echte Folgen: So beeinflusst Wohnen das Studium
Für Studierende ist das keine theoretische Debatte, sondern Alltag. Hohe Mieten in München bedeuten mehr Arbeitsstunden neben dem Studium, längere Studienzeiten oder im schlimmsten Fall Studienabbrüche. Der Studienort wird zur finanziellen Hürde – nicht zur bewussten Entscheidung.
Achtung Betrug: Risiken bei der Wohnungssuche in München
Hinzu kommt ein weiteres Risiko: In der angespannten Lage häufen sich Betrugsfälle bei der Wohnungssuche in München. Vorauszahlungen ohne Besichtigung, gefälschte Inserate, Verträge ausschließlich per E-Mail. Wer unter Zeitdruck steht, ist besonders gefährdet. Seriöse Vermieter verlangen keine Kaution vor Vertragsabschluss und ermöglichen immer eine Besichtigung – alles andere ist ein Warnsignal.
Studieren darf kein Luxus sein
München lebt von jungen Menschen, von Studierenden und von internationalen Perspektiven. Wenn Wohnen in München für Studierende unbezahlbar wird, verliert die Stadt genau das, was sie stark macht. Studieren darf kein Luxusprojekt sein. Und eine Stadt, die Spitzenforschung will, muss auch Platz zum Leben bieten – nicht nur zum Zahlen.