Berlins Hochschulen sparen und Studierende spüren die Folgen
Weniger Seminare, vollere Räume und längere Wartezeiten. Die Sparmaßnahmen an den Berliner Hochschulen klingen zunächst nach komplizierter Haushaltspolitik, könnten aber auch deinen Studienalltag direkt treffen.
Nach deutlichen Einschnitten im Jahr 2025 haben das Land Berlin und die Hochschulen ihre Verträge angepasst. Ab 2026 soll es keine weiteren Kürzungen geben. Außerdem übernimmt das Land bestimmte Versorgungskosten und stellt zusätzliches Geld für gestiegene Tarifausgaben bereit. Damit erhalten die Hochschulen zwar mehr Planungssicherheit, müssen jedoch weiterhin mit deutlich weniger Geld auskommen als ursprünglich vereinbart.
Weniger Plätze und weniger Personal
Besonders sichtbar werden die Folgen an der HTW Berlin. Dort sollen frei werdende Stellen teilweise nicht neu besetzt werden. Gleichzeitig prüfen die Fachbereiche, in welchen Studiengängen das Angebot reduziert werden muss. Im Bachelor Konservierung und Restaurierung werden ab Oktober 2026 zunächst keine neuen Studierenden mehr aufgenommen.
Auch die Freie Universität muss ihre Strukturen anpassen. Allein 2025 sank ihr konsumtiver Zuschuss um rund 29 Millionen Euro. Bauvorhaben, Personalplanung und Angebote in Forschung und Lehre stehen deshalb weiterhin unter Druck.
Was bedeutet das für dich?
Dein Studiengang verschwindet nicht plötzlich. Trotzdem können kleinere Kurse, Wahlangebote, Beratungsstellen und freie Personalstellen betroffen sein. Informiere dich deshalb regelmäßig auf der Website deiner Hochschule und bei deiner Fachschaft. Gerade bei der Semesterplanung lohnt es sich, beliebte Veranstaltungen früh zu belegen.
Die neuen Verträge verhindern weitere kurzfristige Einschnitte. Entwarnung sieht allerdings anders aus.
(CHHI)