Werkstudentenjob Berlin

Die besten Branchen für Studierende – und welche Regeln gelten

Zwei Studenten arbeiten in einem Tech-Unternehmen.
Werkstudentenjob im Bereich Tech/Engineering: Eine Studentin prüft eine Robotik-Anlage im Labor – ideal, wenn du Praxis in Automatisierung, QA oder Data sammeln willst. (Foto: ©stock.adobe.com/unikyluckk)
Berlin ist nicht nur Hauptstadt, sondern auch Jobmarkt für Studierende: Laut Wirtschafts- und Innovationsbericht haben rund 5.000 Startups ihren Sitz in Berlin – mit nahe 100.000 Beschäftigten. Heißt für dich: Viele Werkstudentenstellen – aber auch Konkurrenz. Mit der richtigen Branchenwahl sparst du Zeit, Fehlbewerbungen und Nerven.
Mittwoch, 25.02.2026, 10:01 Uhr, Autor: Daniela Müller

Kurz-Check: 5 Regeln, die du vor dem Bewerben kennen musst 

  1. 20-Stunden-Regel (während des Semesters): Während der Vorlesungszeit darfst du in der Regel maximal 20 Stunden pro Woche arbeiten – sonst kann dein Werkstudierendenstatus entfallen.
  2. Werkstudentenprivileg: Bei mehr als geringfügiger Beschäftigung bist du im Job in der Regel kranken-, pflege- und arbeitslosenversicherungsfrei, wenn das Studium im Vordergrund bleibt.
  3. Rentenversicherung: Trotz Privileg bist du als WerkstudentIn in der Regel rentenversicherungspflichtig. 
  4. Mehr als 20 Stunden möglich (unter Bedingungen): Du bleibst WerkstudentIn, wenn du im Zeitjahr maximal 26 Wochen / 182 Kalendertage über 20 Stunden arbeitest und das überwiegend abends/nachts/wochenends oder in der vorlesungsfreien Zeit passiert. 
  5. Mindestlohn 2026: Seit 1. Januar 2026 liegt der gesetzliche Mindestlohn bei 13,90 € brutto/Stunde. 

Mini-Orientierung (hilfreich für die Stundenplanung):

•    Minijob-Grenze 2026: 603 € pro Monat (darüber ist es kein Minijob mehr). 
•    Internationale Studierende (Drittstaaten, §16b): Seit 1. März 2024 gelten 140 volle oder 280 halbe Tage/Jahr – alternativ bis 20 Wochenstunden

Die besten Branchen für WerkstudentInnen in Berlin (und warum)

1) Tech, Software, Data & AI (Startups, Scale-ups, auch Konzerne)

Berlin ist als Startup-Standort extrem stark – entsprechend hoch ist der Bedarf an WerkstudentInnen in Produkt-, Tech- und Datenteams
Typische Werkstudentenjobs: Software/QA, Data/BI, IT-Support, Product Operations.
Warum gut: hoher Skill-Return, oft flexible Modelle, häufig über Mindestlohn (nicht garantiert).

2) FinTech, Banking, Payments, InsurTech

Berlin spielt im FinTech-Segment deutschlandweit vorne mit – das beschreibt u. a. die IBB (Digitalwirtschaft).
Typische Werkstudentenjobs: Operations/KYC/Compliance, Finance/Controlling, Customer Success, Product Support.
Warum gut: viele Rollen auch für Nicht-Informatiker:innen, sehr „employable“ Skills (Prozesse, Regulierung, Reporting).

3) Beratung, Audit, Steuer, Wirtschaftsprüfung

In Berlin sitzen viele Beratungen und Prüfer – WerkstudentInnen werden häufig für Research, Analyst-Support, PMO und Zahlenarbeit gesucht.
Typische Werkstudentenjobs: Projektassistenz/PMO, Research/Analyst Support, Audit/Tax Support.
Warum gut: strukturierte Lernkurve, starke CV-Signale – Nachteil: manchmal weniger flexibel in Prüfungsphasen.

4) Medien, Marketing, PR & Kreativwirtschaft

Im Cluster IKT/Medien/Kreativwirtschaft gibt es über 50.000 Unternehmen – entsprechend breit ist das Spektrum an Werkstudentenstellen. 
Typische Werkstudentenjobs: Content/SEO, Social/Community, Performance-Marketing, Event/Production Support.
Warum gut: viele Einstiegsstellen – Nachteil: große Lohnspanne, daher Aufgabenprofil kritisch lesen.

5) Gesundheitswirtschaft, Life Science, MedTech

Die Berliner Senatsverwaltung beschreibt die Gesundheitswirtschaft in Berlin-Brandenburg als Motor für Wachstum und Beschäftigung
Typische Werkstudentenjobs: Studien-/Research Assistenz, Regulatory/QA Support, Klinik-/Praxis-nahe Adminrollen, MedTech Ops.
Warum gut: stabiler Bereich, fachnahe Erfahrung – Nachteil: öfter Präsenz nötig.

6) E-Commerce, Retail-Tech, Logistics & Operations

Berlin ist stark in digitalen Geschäftsmodellen – und überall wo skaliert wird, braucht man Ops, Support, Analysen.
Typische Werkstudentenjobs: Operations/Process Support, Customer Support (2nd Level), Supply Chain/Vendor Support.
Warum gut: viele Stellen, schneller Einstieg – Nachteil: kann repetitiv werden (Grenzen + Lernziele setzen).

7) Wissenschaft, Forschung, Uni-Umfeld (HiWi/WissHiWi – teils statt „Werkstudent“)

Berlins Hochschul- und Forschungslandschaft liefert viele studiennahe Jobs, oft mit guter Vereinbarkeit.
Typische Jobs: HiWi am Lehrstuhl, Projektassistenz in Forschungsprojekten, Lab-/Tech-Assistenz.
Warum gut: maximal studiennah + oft flexible Stunden.

8) Öffentlicher Dienst & stadtnahe Organisationen

Verwaltungen, Bezirke, öffentliche Träger: Werkstudentenrollen in IT, Kommunikation, Daten, Projektunterstützung.
Warum gut: planbar, sauber geregelte Rahmen – Nachteil: Prozesse dauern manchmal länger.

Wo du gute Werkstudentenjobs in Berlin findest

•    Stellenbörse speziell für Studenten: https://www.studentpartout.de/jobs/
•    Stellenwerk Berlin (studierendenfokussiert): https://www.stellenwerk.de/berlin
•    Stellenticket (TU Berlin): https://stellenticket.tu-berlin.de/
•    BA Jobsuche (breit, gut zum Quercheck): https://www.arbeitsagentur.de/jobsuche/
•    Unternehmensseiten (Startups/Scale-ups oft am schnellsten): direkt „Careers“ checken

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