Die letzten freien Sommertage nutzen
Zum Glück sind es noch ein paar Wochen bis zum Semesterstart, denn der September ist ideal, um die Stadt noch einmal ganz ohne Stundenplan zu genießen. Viele Veranstaltungen laufen noch unter freiem Himmel, kulturell ist richtig viel los und du kannst Ecken entdecken, für die im Unialltag später oft die Zeit fehlt.
Ein besonderes Highlight ist die Berlin Art Week. Sie bringt im September Kunst, Performances, Musik und ungewöhnliche Orte zusammen und ist längst nicht nur etwas für eingefleischte Kunstfans.
1. Bei der Berlin Art Week durch die Stadt ziehen
Vom 9. bis 13. September 2026 wird Berlin fünf Tage lang zum Treffpunkt der internationalen Kunstszene. Die Berlin Art Week feiert in diesem Jahr ihre 15. Ausgabe und bringt mehr als 120 Museen, Sammlungen, Galerien, Projekträume und weitere Kunstorte zusammen. Auf dem Programm stehen Ausstellungen, Performances, Filme, Talks, Führungen und jede Menge Sonderveranstaltungen.
Das Beste daran ist, dass du dafür weder Kunstgeschichte studieren noch den Unterschied zwischen Konzeptkunst und Minimalismus erklären können musst. Die Art Week ist eine ziemlich gute Gelegenheit, Orte in Berlin kennenzulernen, an denen du sonst vielleicht einfach vorbeilaufen würdest.
Zum 15. Jubiläum wird das Kulturforum zum zentralen Treffpunkt des Festivals. Von dort aus kannst du dich durch das Programm treiben lassen und anschließend in verschiedene Stadtteile weiterziehen.
Besonders spannend sind auch die Wilhelm Hallen in Reinickendorf. Auf rund 9.000 Quadratmetern werden dort bei „Hallen 07“ zeitgenössische Werke von mehr als 50 nationalen und internationalen Künstler:innen gezeigt. Dazu kommen Performances, Gespräche und Konzerte.
Wenn du Kunst lieber mit Mode, Musik und Clubkultur mischst, könnte Art/Platte am Alexanderplatz etwas für dich sein. Dort treffen während der Art Week Kunst, Mode, Performances, Sound und DJ Sets aufeinander. Der Eintritt ist frei.
2. Freitagabend zur Featured Night
Falls du nur einen Abend für die Art Week freihalten möchtest, nimm dir den 11. September vor. Bei der Featured Night öffnen ausgewählte Projekte von 18 bis 22 Uhr länger und bieten besondere Programme.
Dann gibt es in verschiedenen Teilen Berlins Openings, Performances, Talks, Führungen, Screenings und Partys. Viele Angebote sind kostenlos. Unter anderem stehen ein Kunstfilmfestival in Kreuzberg, Performances in der Acud Galerie und verschiedene Musik- und Soundprojekte auf dem Programm.
Generell lohnt sich vor deinem Besuch ein Blick ins Programm. Zahlreiche Veranstaltungen und Eröffnungen der Berlin Art Week sind kostenlos. Für einzelne Führungen, Performances oder Screenings musst du dich allerdings vorher anmelden.
3. Noch einmal Festivalgefühl mitnehmen
Der September kann in Berlin problemlos als Verlängerung des Sommers durchgehen. Schon vom 4. bis 8. September läuft die IFA. Technik, KI, Smart Home und Robotik stehen dort dieses Jahr unter anderem im Mittelpunkt. Vom 3. bis 12. September findet außerdem das Internationale Literaturfestival statt.
Also ruhig noch ein bisschen Kultur mitnehmen, bevor sich dein Kalender wieder mit Seminaren und Abgabefristen füllt.
4. Riesendrachen statt PowerPoint anschauen
Am 12. September wird es auf dem Tempelhofer Feld ziemlich bunt. Beim Festival der Riesendrachen steigen Exemplare mit einer Länge von bis zu 40 Metern in den Berliner Himmel.
Picknickdecke einpacken, Freunde zusammentrommeln und ab aufs Feld. Mehr Vorbereitungszeit braucht dieser Programmpunkt nicht.
5. Einen neuen Kiez kennenlernen
Du wohnst seit einem Jahr in Berlin und bewegst dich trotzdem hauptsächlich zwischen Wohnung, Uni und denselben drei Cafés? Dann nutze die freie Zeit und steig einfach mal zwei Stationen später aus.
Gerade die Art Week liefert dafür einen guten Anlass, denn ihre Veranstaltungen verteilen sich über die ganze Stadt. Statt nur bekannte Museen anzusteuern, kannst du kleine Projekträume, Galerien und ungewöhnliche Ausstellungsorte entdecken. So wird aus einem Kunstbesuch ziemlich schnell eine kleine Berlin Tour.
6. Beim Berlin Marathon anfeuern
Am 27. September 2026 übernimmt der Berlin Marathon wieder die Straßen der Hauptstadt.
Du musst dafür natürlich keine 42,195 Kilometer laufen. Such dir einen Platz an der Strecke, schnapp dir Kaffee und Freunde und feuere die Läuferinnen und Läufer an. Die Stimmung entlang der Strecke gehört zu den Dingen, die man in Berlin ruhig einmal erlebt haben sollte.
Oder...du tust gar nichts und genießt einfach die letzten warmen Tage. Auch dafür ist Berlin ideal. An den See, durch den Park, mit einem Buch ans Spreeufer oder einfach drei Stunden mit Freunden im Café sitzen – für alles hat die Stadt tolle Plätze und Angebote. Noch kannst du spontan entscheiden, was du mit deinem Nachmittag anfängst. Sobald das Semester startet, übernimmt diese Aufgabe vermutlich wieder dein Stundenplan.
Also nutz den September. Die Vorlesungen kommen früh genug.
(CHHI)