Umzug

10 Tipps für die Wohnungssuche

Eine junge Frau sitzt vor einem aufgeklappten Laptop und sucht nach einer passenden Wohnung.
Checkt verschiedene Portale für die Wohnungssuche und vergleicht Preise. (Foto: © mapo / stock.adobe.com)
Wohnungssuche leicht gemacht: Wer für das Studium in eine fremde Stadt zieht, sollte sich rechtzeitig eine neue Bleibe suchen. Aber wie geht man dabei am besten vor?
Freitag, 03.02.2023, 08:08 Uhr, Autor: Thiemo Welf-Hagen Wacker

Zweifelsohne ist es für viele Studenten und Studentinnen eine echte Herausforderung, die erste eigene Wohnung zu finden. Wohnraum für Studierende ist aufgrund der angespannten Lage auf dem Immobilienmarkt rar gesät und meist nicht gerade billig.

Die Nachfrage diktiert das Angebot. Auf wenig Wohnraum kommt eine Vielzahl von Bewerbern.

Das macht es umso wichtiger, sich im Vorfeld richtig auf die Wohnungssuche vorzubereiten. Mit den Tipps von STUDENTpartout wird es dir wesentlich leichter fallen, das „Hotel Mama“ hinter dir zu lassen und möglichst schnell eine geeignete Unterkunft für dich zu finden.

1. Bewerbungsmappe anlegen

Wer auf Wohnungssuche geht, kann sich darauf vorbereiten. So schadet es beispielsweise nie, vorab schon einmal eine professionelle Bewerbermappe für spätere Besichtigungstermine zu erstellen. 

Das sollte die Bewerbungsmappe für die Wohnungssuche enthalten:

  1. Steckbrief mit Eckdaten zu eurer Person
  2. Kurzes persönliches Anschreiben
  3. Mietschuldenfreiheitsbescheinigung vom bisherigen Vermieter
  4. Kopie vom Personalausweis
  5. Selbstauskunft (aktuelle Schufa-Auskunft beziehungsweise Schufa Bonitätscheck, die letzten Gehaltsabrechnungen)
  6. Ein aktuelles Foto von euch

Weitere Tipps, wie Ihr eure Chancen für die erste eigene Wohnung erhöht, verrät Immobilienmaklerin Susanne Denkmann im Interview mit STUDENTpartout.

2. Das Anschreiben

Wer zuerst kommt, mahlt zuerst: Die meisten Wohnungsanzeigen sind schneller wieder offline als man sich darauf bewerben kann. Um nicht schon am ersten Tag der Wohnungssuche komplett zu verzweifeln, solltet ihr euch dementsprechend vorbereiten.

Setzt gegebenenfalls schon im Vorfeld ein allgemeines Anschreiben auf, bei dem ihr lediglich die Eckdaten austauschen müsst.

3. Netzwerkpflege – online und analog

Darüber hinaus ist es sinnvoll, euer soziales Umfeld in die Wohnungssuche mit einzubeziehen. Denn über Vitamin B gelingt einem bekanntlich vieles wesentlich einfacher, als auf eigene Faust.

Hört euch zunächst im eigenen Freundes- und Bekanntenkreis um und fragt nach, ob euch jemand vielleicht eine Adresse vermitteln kann.

Das geht im privaten Gespräch genauso wie über eure Social-Media-Kanäle wie FB, Instagram und Co. Ist aber nicht jedermanns Sache.

Wer nicht möchte, dass andere Leute von dem Umzug in eine andere Stadt erfahren, sollte nicht posten, dass er aktuell auf der Suche nach einer Wohnung ist.

Wer sich still und heimlich von seinem noch aktuellen Wohnort verabschieden möchte, der verschafft sich am besten offline einen ersten Eindruck über sämtliche Angebote.  

4. Die analoge Suche

Man glaubt es kaum, aber auch in Zeiten der Digitalisierung lohnt ein Blick in analoge Medien wie Zeitungen und Magazine. Hier findet man mit etwas Glück vielleicht ja ein älteres Ehepaar, das eine Wohnung oder zumindest ein Apartment anbietet.

5. Das Studierendenwohnheim

Stichwort Apartment: Es gibt auch die Möglichkeit, sich auf einen Platz im Studentenwohnheim zu bewerben.

Studentenwohnheime werden zwar oftmals von den unterschiedlichsten Betreibern zur Verfügung gestellt, doch das Bewerbungsverfahren läuft meist in ähnlicher Weise ab.

Wenn der Platz in einem Studentenwohnheim für euch infrage kommt, solltet ihr euch rechtzeitig darüber informieren, welche Studentenwohnheime es in eurer neuen Heimat gibt.

Erster Ansprechpartner ist in der Regel das Studierendenwerk. Es informiert über die Einhaltung von Firsten und Voraussetzungen, die erfüllt sein müssen, damit ihr euch überhaupt für einen Wohnheimplatz bewerben könnt.

6. Die Sache mit dem Wohnberechtigungsschein prüfen

Auch beim Spaziergang durch die Stadt sticht einem vielleicht der ein oder andere Aushang ins Auge. Und frische Luft belebt bekanntlich den Geist. Also raus an die frische Luft.

Wer schon einmal auf den Beinen unterwegs ist, der macht am besten auch noch gleich einen Abstecher bei den amtlichen Behörden und erkundigt sich dort nach einem Wohnberechtigungsschein. Mit dieser amtlichen Bescheinigung seid ihr dazu berechtigt, in eine Wohnung zu ziehen, die mit öffentlichen Mitteln subventioniert wird.

Das bedeutet: Die Miete der Wohnung liegt meist unter den aktuellen Mietpreisen auf dem Wohnungsmarkt.

7. Die Wohnungssuche nicht auf ein Viertel beschränken

Es ist nicht von der Hand zu weisen, dass jeder Mensch sich eine Wohnung in günstiger Lage wünscht. Allerdings sind diese Wohnungen rar, teuer und ihr müsst schon wirklich gute Argumente haben.

Fehlen die, wird es schon schwierig, überhaupt erst zu einem Besichtigungstermin eingeladen zu werden.

Versteift euch nicht zu sehr darauf, unbedingt eine Wohnung in einem beliebten Stadtteil ergattern zu wollen.

8. Fragenkatalog anlegen

Sehr gut. Jetzt habt ihr eure Ansprüche eurer Situation entsprechend angepasst. Den Mut solltet ihr dennoch nicht verlieren. Stay positive!

Unter Umständen hilft euch der folgende Fragenkatalog weiter:

  1. Altbauwohnung oder ist ein Neubau auch eine Option?
  2. Wie viel Quadratmeter brauche ich zum Leben?
  3. Brauche ich unbedingt einen Balkon, ist mir ein Garten lieber oder kann ich ganz darauf verzichten?
  4. Ist ein innenliegendes Bad akzeptabel?
  5. Über wie viele Zimmer soll die Wohnung verfügen?
  6. Ist eine Wohnung im 4. oder 5. Stock auch in Ordnung?
  7. Wie hellhörig darf die Wohnung sein?
  8. Möchte ich alleine Wohnen oder in eine WG einziehen?

Je höher die Kompromissbereitschaft, desto größer die Chancen, eine neue Wohnung zu finden.

9. Die eigene Hausverwaltung kontaktieren

Wenn ihr in einer anderen oder derselben Stadt eine neue Wohnung sucht, in der ihr bereits wohnt, dann kann sich auch der kurze Austausch mit der eigenen Hausverwaltung lohnen.

Ein schnelles Telefonat, eine kurze E-Mail an kann euch unter Umständen Türen zu einer neuen Wohnung öffnen.

Häufig verwalten diese gleich mehrere Häuser in unterschiedlichen Vierteln oder Städten und haben dazu den Überblick, wo gerade jemand auszieht und wo eine Wohnung frei wird.

Auch für Hausverwaltungen ist es deutlich einfacher, die Wohnung an bereits bekannte Mieter weiterzugeben. Das senkt die bürokratischen Hürden.

10. Der Wohnungstausch

Vielleicht kommt für euch ja auch der Wohnungstausch infrage. Immer beliebter und häufiger auf eBay-Kleinanzeigen oder in Facebook-Gruppen zu sehen, sind Wohnungstausch-Angebote.

Natürlich müssen dafür die Rahmenbedingungen stimmen und euer Vermieter euch die Erlaubnis erteilen, potenzielle Nachmieter vorzuschlagen.

(wohnglueck/THWA)

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