Keinen Studienplatz bekommen? Da geht noch was
Du hast dich beworben, wochenlang auf das Portal gestarrt und dann kommt genau die Nachricht, auf die du verzichten konntest. Kein Studienplatz. Besonders bitter wird es, wenn gefühlt alle anderen schon ihre Stundenpläne vergleichen, WGs suchen und überlegen, welche Erstsemesterparty sie mitnehmen.
Trotzdem musst du deinen Studienstart noch nicht abschreiben. Denn auch nach den regulären Bewerbungs- und Nachrückverfahren bleiben an deutschen Hochschulen Studienplätze frei.
Genau dafür gibt es die Studienplatzbörse der Hochschulrektorenkonferenz.
Hier landen freie Studienplätze
Seit dem 1. August können Hochschulen dort freie Plätze für das Wintersemester 2026/27 melden. Die Studienplatzbörse läuft noch bis zum 31. Oktober 2026. Angeboten werden sowohl Bachelor- als auch weiterführende Studiengänge an unterschiedlichen Hochschultypen. Dabei findest du zulassungsfreie Angebote genauso wie Studiengänge mit Zulassungsbeschränkung.
Das Praktische daran ist, dass die Hochschulen ihre freien Kapazitäten selbst eintragen. Das Angebot ist deshalb nicht statisch, sondern verändert sich laufend. Heute nichts Passendes gefunden? Dann kann es sich lohnen, ein paar Tage später noch einmal nachzusehen.
Und was ist mit dem NC?
Auch bei einem Studiengang mit NC kann noch etwas gehen. Sind nach dem regulären Vergabeverfahren Plätze übrig, können Hochschulen ein Losverfahren durchführen. In diesem Fall bewirbst du dich innerhalb der angegebenen Frist und anschließend entscheidet das Los über die noch verfügbaren Plätze.
Bei zulassungsfreien Studiengängen ist es häufig einfacher. Wenn noch Kapazitäten vorhanden sind und du die Voraussetzungen erfüllst, kannst du dich in der Regel direkt bei der Hochschule einschreiben. Trotzdem solltest du genau auf die jeweiligen Fristen achten. Auch Sprachkenntnisse, Vorpraktika oder Eignungstests können je nach Studiengang erforderlich sein.
Schau ruhig über deinen ursprünglichen Plan hinaus
Du wolltest unbedingt nach Köln, Hamburg oder München? Vielleicht lohnt sich jetzt der Blick auf kleinere Hochschulstädte. Oder du suchst nicht nur nach deinem ursprünglichen Wunschstudiengang, sondern auch nach verwandten Fächern.
Aus Medienwissenschaft könnte Kommunikationswissenschaft werden, aus BWL vielleicht Wirtschaftspsychologie und aus dem Traum von Berlin möglicherweise ein Studienplatz in Potsdam.
Das bedeutet nicht, dass du dich mit irgendeinem Fach zufriedengeben solltest. Aber manchmal versteckt sich hinter einem Studiengang, den du bisher gar nicht auf dem Schirm hattest, ziemlich genau das, wonach du eigentlich gesucht hast.
Also noch nicht aufgeben
Eine Absage ist erst einmal nervig. Sie bedeutet aber nicht automatisch, dass du ein ganzes Jahr warten musst. Öffne die Studienplatzbörse, probiere unterschiedliche Fachrichtungen und Orte aus und schau regelmäßig wieder rein.
Denn während anderswo schon die ersten Ersti-Gruppen gegründet werden, kann irgendwo gerade dein Studienplatz frei geworden sein.
Wir wünschen dir auf jeden Fall viel Glück!
(CHHI)