Perspektive

Jobmessen: wann ein Besuch dir was bringt

Ausschnitt von Vortrag aus dem Publikumsraum; vorne links junge Frau in rosafarbenem Hoody mit schwarzem Rucksack; der Kamera abgewandt.
Bringt dir eine Jobmesse was für deine berufliche Zukunft? (Foto: ©stock.adobe.com/zyabich)
Du weißt nicht, was du nach dem Studium machen willst und suchst nach Impulsen? Vielleicht ist eine Messe rund ums Thema Berufe was für dich!
Donnerstag, 22.01.2026, 08:00 Uhr, Autor: Sandra Lippet

Du hast bestimmt schon mal irgendwo Werbung für Jobmessen, Karrieretage oder ähnliches gesehen. Denn es gibt sie eigentlich in jeder größeren Stadt, meistens sogar jährlich.

Was dich dort als Student:in, Absolvent:in oder Young Professional erwartet, was dir diese Messen bieten und ob sie etwas für dich sind? Wir haben uns mal umgesehen und liefern dir einen ersten Überblick:

Für wen ist die Jobmesse geeignet?

Ganz allgemein kann man sagen: für jede:n, der/die sich für die Karriere Inspirationen, Ideen oder Insights verschaffen will – und das gleich direkt vor Ort mit Leuten aus der Branche oder einem speziellen Unternehmen. 

Dabei gibt es viele verschiedene Jobmesse-Arten, die sich in ihrem Angebot auf bestimmte Gruppen spezialisiert haben, bspw. Azubi-Messen, auf denen Betriebe ihre Ausbildungsplätze vorstellen, fachspzifische Messen an der Uni, die extra für Studierende bestimmter Fächer(gruppen) ausgelegt sind und über jobtechnische Alternativen, ebenso wie Unternehmen aus der Umgebung und ganz Deutschland informieren. Oder eben Jobmessen für Studierende, Absolvent:innen und Young Professionals, also eigentl. direkt für dich.

Der Besuch einer solchen Messe kann etwas für dich sein, wenn

  • dir noch nicht ganz klar ist, welchen Job genau du nach dem Studium machen möchtest und du dich gerne mal umsehen/beraten lassen wollen würdest,
  • der Bewerbungsprozess für dich noch Neuland ist und du Unterstützung, Tipps & Tricks für deine Unterlagen brauchst,
  • du dir interessante Berufe oder Unternehmen mal aus der Nähe ansehen willst, also durch den direkten Kontakt mit Mitarbeitenden oder sogar den Chefs selbst,
  • du dir Insights aus dem Betriebsklima, der Unternehmenskultur oder dem Arbeitsalltag bestimmter Firmen holen willst,
  • es dir wichtig ist Connections in die Arbeitswelt aufzubauen, die dir deinen Karriereweg erleichtern könnten, dann wäre das ein erster Ansatz.

Was passiert auf einer Jobmesse?

Die genauen Programme, sowie Austellerinformationen, Preise und Zusatzangebote, findest du immer online bei den jeweiligen Jobmessen selbst – siehe im nächsten Punkt: Welche Jobmessen gibt es? Was aber bei allen grundlegend immer zu finden ist, weil schon Standard, sind die folgenden Angebote:

Bewerbungstrainings

Du kannst dich drauf verlassen, dass es diverse Anlaufstellen geben wird, die sich mit dem Thema Bewerbung beschäftigen, von Fotoboxen oder echten Fotograf:innen, bei denen du deine Bewerbungsfotos umsonst oder mit wenig Geld schießen lassen kannst, Personaler:innen vor Ort, die deine Unterlagen Korrektur lesen, dir Tipps und Tricks dazu geben bis hin zu technischem Support bei der Formatierung – eigentlich alles mit dabei.

Heißt: du kannst den Besuch einer Jobmesse dazu nutzen, dir Input zu holen, um deine Unterlagen zu erstellen oder deine Bewerbungsunterlagen einfach mitbringen und vor Ort optimieren lassen

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Interessante Vorträge

Auch immer geboten werden Expert:innen-Reden, die das ganze Spektrum rund um Jobs abdecken. Das können Tipps sein, wie man bei der Bewerbung die eigenen Soft und Hard Skills in Szene setzt, Insights in bestimmte Berufsfelder, bspw. durch Jobtalks, bei denen man den Vortrageden dann aktiv Fragen stellen kann, bis hin zu Input zur Work-Life-Balance, Resilienz und Mental Load beim Arbeiten.

Heißt: du kannst dir vorab das Veranstaltungsprogramm deiner Wunschmesse ansehen und nur die für dich interessanten Vorträge besuchen oder dich bei deinem Aufenthalt dort einfach mit dazusetzen und reinhören.

Insights in bestimmte Jobs

Ob durch die Reden von Expert:innen, die Jobtalks oder aktiv an den Infoständen der verschiedenen Unternehmen: Jobmessen sind eine tolle Chance mehr über das Berufsfeld zu erfahren, in dem du später mal durchstarten willst oder dir einen Überblick über verschiedene davon zu verschaffen.

Du kannst und sollst – denn dafür sind diese Messen gedacht – mit den Austeller:innen ins Gespräch kommen. In der Regel sind Mitarbeitende des Unternehmens am Stand vertreten, können dir Fragen zur Firma, zum Arbeitsklima, zu beruflichen Perspektiven, dem Berufsalltag oder zu Vor- und Nachteilen oder Aufgaben in bestimmten Jobs aus erster Hand berichten. 

Heißt: du hast nicht nur die Chance so an Insider-Informationen zu kommen, sondern auch dich mit Mitarbeitenden zu connecten und einen positiven ersten Eindruck zu hinterlassen. Das könnte ein Trittbrett für deinen Karrierestart sein.

Infostände von potenziellen Arbeitgebenden

Welche Berufe gibt’s bei der Bundeswehr, Sparkasse, in einem Techunternehmen? Was sind die Aufstiegschancen? Welche Qualifikationen werden gefordert? Sind derzeit Stellen ausgeschrieben und welche? Auf all diese Fragen und mehr findest du über die Infostände der auf der Jobmesse vertretenen Firmen/Institutionen Antworten

Viele haben zusätzlich Flyer, Faktenblätter und Co. parat, in denen du mehr über die Unternehmensgrundsätze, laufende oder zukünftige Projekte rausfinden kannst. Außerdem kannst du dir nahezu an jedem Stand umsonst Goodies mitnehmen, von Schreibmaterialien über Snacks bis hin zu Thermobechern, Jutebeuteln oder Technikequipment.

Während deines Besuchs auf Jobsuche?

Dann schau dir unbedingt die Austellerstände an. Dort findest du i.d.R. alle aktuell ausgeschriebenen Stellen. Entdeckst du etwas Passendes kannst du dich im Nachgang gleich bewerben.

Welche Jobmessen gibt es?

Die größten Jobmessen für Studierende & Young Professionals:

  • Jobmesse: u.a. in Leipzig, Berlin, Hamburg, Nürnberg, Madgeburg, Stuttgart, Rostock, Frankfurt, Schwerin, Dortmund und Aachen.
  • Stuzubi: u.a. in Nürnberg, München, Hamburg, Düsseldorf, Köln, Hannover und am 14. November auch digital.
  • meineZukunft!: u.a. in Aschaffenburg, Memmingen, Regensburg, Kempten und Rosenheim.
  • Karrieretag: u.a. in Augsburg, Bielefeld, Duisburg, Essen, Freiburg, Kassel, Kiel, Leipzig, München, Stuttgart und Wuppertal.
  • vocatium: u.a. in Schweinfurt, Flensburg, Kiel, Neubrandenburg und Saarbrücken.

Welche ist die größte Jobmesse Deutschlands?

Das ist die Jobmesse Deutschland Tour. Sie deckt die breiteste Fläche auf Bundesebene mit ihrer jährlichen Tour ab – mit insgesamt über 20 Standorten

Was zieht man zur Jobmesse an?

Immer gut ist der Casual-Chic-Style, heißt gepflegt und gut angezogen aber eben nicht übertrieben, bspw. eine Jeans mit Bluse oder Hemd oder eine schicke Hose mit einfarbigem Shirt. Wichtig ist, dass die Sachen dir gut passen und sauber sind. Natürlich darfst du auch eine persönliche Note setzen, bspw. bei den Farben oder Accessoires – nur eben nicht übertreiben: weniger ist hier mehr.

Außerdem sollten die Klamotten dir auch gefallen und bequem sein, ja richtig gelesen! Denn erstens strahlst du viel mehr Positives aus, wenn du dich wohl fühlst und zweitens kann so ein Jobmessebesuch schon ein paar Stunden dauern, quäl dich also nicht irgendwas zu tragen, was sich falsch anfühlt.

Was muss ich zur Jobmesse mitnehmen?

Kommt ganz drauf an, was du dir von deinem Besuch erwartest. Wenn du die Messe besuchst, um

  • dich einfach mal umzusehen und dich inspirieren zu lassen, musst du nicht unbedingt was mitnehmen. Praktisch wären ein Block und ein Stift oder eben dein Handy, um dir Dinge besser merken zu können – und vielleicht noch gute Laune, die ist nie verkehrt.
  • deine Bewerbungsunterlagen optimieren zu lassen, solltest du die natürlich auch dabei haben.
  • mit Unternehmen zu connecten und einen ersten Eindruck zu hinterlassen, könntest du Visitenkarten, falls du welche hast, oder eine Art Mini-Bewerbungssteckbrief (bspw. Kurzfassung Lebenslauf) mitbringen und passenden Ausstellern geben.

(deine-jobmesse/ faz/ stuzubi/ karriertag/ vocatium/ meinezukunft/ SALI)

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