Safety first

Richtig trainieren

Junge Frau in Sportklamotten im Fitnessstudio, die sich das Handgelenk hält.
Sport kann gefährlich werden, wenn man ihn falsch ausübt. (Foto: © stock.adobe.com/Supavadee)
Auch Sport kann ungesund werden, wenn du ihn falsch machst. Was du beachten solltest, um (langanhaltende) Verletzungen zu vermeiden.
Montag, 27.02.2023, 14:00 Uhr, Autor: Sandra Lippet

Regelmäßiges Training, definierte Muskeln, fit sein – natürlich total im Trend. Ob man dafür Kurse oder ein Studio besucht, Sport im Wald oder daheim treibt, scheint egal zu sein – Hauptsache man ist und sieht trainiert aus. 

Das ist auch an sich nicht schlecht, denn Bewegung ist wichtig. Doch Vorsicht! Nicht alle Übungen sind gesund – vor allem dann nicht, wenn sie falsch ausgeführt werden. Was kannst du also tun, um Sportverletzungen und im schlimmsten Fall Langzeitschäden vorzubeugen? 

Fitnesstrend: Online-Kurse und -Programme

Vor allem während der Pandemie, als andere Sportmöglichkeiten sehr rar waren, hat sich der Trend zu Online-Sportkursen entwickelt. Das, was nahezu alle Anbieter:innen versprechen: Bequem und flexibel von zuhause Sport treiben, und zwar egal was. Ob Yoga, Spinning, Tanzen, Zumba, Krafttraining – im Grunde soll man alles auch von daheim machen können, aber es gibt ein Problem.

Die Sache mit der Betreuung

Schön und gut, dass Online-Kurse für jeden Sporttypen angeboten werden, nur an der Betreuung fehlt es meistens. Denn entweder sind die Kursvideos individuell abrufbar, dann handelt es sich um Aufnahmen – oder die Trainer:innen sind mit den zig Online-Teilnehmer:innen schlicht überfordert. 

Vor allem bei Anfänger:innen besteht dann natürlich das Problem, dass niemand da ist, der die Haltung und die korrekte Ausführung der Fitnessübung überprüft oder korrigiert. Und das kann – muss nicht, aber kann – schnell zum gesundheitlichen Problem werden.

Auf Dauer haben es falsch ausgeführte Übungen nämlich in sich, sie können nicht nur zu temporären Schmerzen führen, sondern Langzeitschäden hinterlassen. Das Schlimme ist, dass Schmerzen und Langzeitschäden nicht selten gar nicht mehr auf die falsche Haltung oder Ausführung der Übung zurückzuführen sind, weil die Betreffenden sich nicht mal darüber bewusst sind.

Training im Studio

Fitnessstudio ist nicht gleich Fitnessstudio. Die Ausstattungen sind so unterschiedlich wie das Personal und die Preise. Leider ist es hier aber so, dass die billigeren Fitnessketten – ähnlich wie bei den Online-Kursen – ein Betreuungsdefizit aufweisen. Meistens sind nämlich gar keine oder nicht genügend Trainer:innen anwesend, die vor allem Anfänger:innen auf die falsche Nutzung der Geräte oder die falsche Haltung bei Übungen aufmerksam machen und korrigieren könnten. 

Auch hier kann es dann zu temporären Sportverletzungen und Langzeitschäden kommen, wenn man länger den ausgeübten Sport auf falsche Weise macht.

Tipps fürs richtige Training

Egal, ob du sportlich bist oder nicht, wenn du eine neue Sportart anfängst, solltest du sie richtig lernen. 

Um von Anfang an richtig zu trainieren, kannst du

  • dir einen Kurs/ein Training, vor Ort oder online, aussuchen, das ausreichend Betreuung bietet,
  • vor Ort oder online nachfragen, wenn du das Gefühl hast, du machst die Übung nicht richtig oder hast eine falsche Körperhaltung,
  • im Team trainieren, wenn keine Betreuung durch Trainer:innen möglich ist; so könnt ihr die richtige Ausübung gegenseitig kontrollieren und berichtigen,
  • bei Schmerzen während oder nach dem Training auf einen Betreuenden zugehen und nachfragen – oder bei anhaltenden Schmerzen einen Arzt aufsuchen.

(Funk/SALI)

Zurück zur Startseite

Weitere Themen

Junger Mann beim Indoor-Trampolinspringen.
Fitness & Freizeit

Trampolinspringen als Student?!

Trampolinspringen mit 20?  Es wäre eigentlich eine super Aktivität um fit zu bleiben oder mit Freunden gemeinsam Spaß zu haben. 
Junge Frau am Schreibtisch mit Rückenschemrzen
Prävention

So wird dein Rücken fit!

Stundenlang vor dem Laptop, permanentes Hin- und Herrutschen auf nicht-ergonomischen Sitzmöbeln – Rückenschmerzen sind bei vielen Studierenden an der Tagesordnung. Wir verraten, was du dagegen tun kannst.