Überzeugen

Ideale Vorbereitung für Referate und Präsentationen

Junge Frau in grauem Pullover, die in der Bibliothek an einem Sitzplatz am Fenster arbeitet.
Du willst mit deiner Präsentation richtig durchstarten? (Foto: ©stock.adobe.com/Jacob Lund)
Jedes Semester stehen Referate und Präsentationen an – aber wie kannst du sie am besten planen und so nicht nur inhaltlich punkten? Wir unterstützen dich!
Donnerstag, 18.04.2024, 10:15 Uhr, Autor: Sandra Lippet

Kurz vor knapp noch ein Referat zusammenstellen, am besten in der Nacht davor? Klar geht das – ist eben nur viel stressiger als sich Zeit zu lassen. Aber egal, ob du viel oder wenig Zeitdruck hast, wir helfen dir trotzdem bei der Planung deiner Präsentation!

Was muss ich für eine Präsentation/ein Referat vorbereiten?

Jede:r hat schon mal ein Referat gehalten und wenn es nur in der Schule war. An der Uni läuft das prinzipiell nicht viel anders ab, nur sind hier ordentliche – d. h. wissenschaftlich fundierte und aktuelle – Quellen elementar. Und es ist wichtig, das Thema detailliert genug zu behandeln und nicht nur an der Oberfläche zu kratzen. 

Ganz gleich, ob alleine oder in einer Gruppe, für ein Referat oder eine Präsentation sollten die folgenden Dinge vorbereitet werden:

  • These, Forschungsfrage, Themenstellung: Worum genau geht es, worauf willst du hinaus? – Darauf kannst du dann den roten Faden deiner Präsentation aufbauen.
  • Inhalt: Formuliere das, was du sagen möchtest, aus. Auch, die Fragen, die du stellen willst und bereite dir alles so auf, dass du gut mit deinem Text arbeiten kannst.
  • Präsentationsmaterialien: Egal, ob PowerPoint-Präsentation oder schlichtes Referat – such dir Zusatzmedien aus, die du dabei zeigen oder mit denen du arbeiten kannst, um deinen Vortrag spannender und wissenschaftlicher zu gestalten. Das können Bilder, Analysen, Videoausschnitte, Statistiken, Passagen aus Büchern etc. sein.
  • Handout/Transkript: Fasse die wichtigsten Daten und Fakten deines Referats kurz und prägnant auf einem Handout zusammen. Versuche darauf auch deine These/Forschungsfrage zu beantworten.
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Tipps für Zeitdruck

Geht es dir nicht mehr auf das alles vorzubereiten, dann fokussier dich erstmal auf die These/Fragestellung und das Handout – letzteres kannst du auch als Vortragshilfe für dich nehmen, sag nur nicht 1 zu 1 alles genauso wie es dort draufsteht. Hast du dann noch Zeit, such dir ein paar Materialien für deine Präsi raus. 

Wie eine gute PowerPoint-Präsentation erstellen?

Vor allem bei einer Präsentation mit PowerPoint ist es wichtig, sie visuell gut aufzubereiten. Was heißt das? Auf der einen Seite muss der Text gut verständlich und leserlich aufbereitet sein – durch Schriftart, Kontrast zum Hintergrund, kürzere, prägnantere Sätze und Co. – auf der anderen Seite ist eine PP prädestiniert dafür auch andere Medien einzusetzen.

Quasi alles, das man zeigen kann, wie:

  • Zitate, Statements
  • Bilder
  • Videoausschnitte
  • Diagramme, Statistiken, Umfragen, Auswertungen
  • Quellen

Dabei sollte es sich immer, um eine ausgewogene Mischung von Zahlen und Fakten und visuellen ‚Effekten‘ handeln, damit nichts von beidem zu viel wird. Nur Statistiken auf die PowerPoint-Folien zu packen ergibt genauso wenig Sinn wie nur das Handout in der Präsentation abzuspielen.

Timing üben

Auch wann ein Folienwechsel sinnvoll ist, solltest du dir vor dem Referat überlegen und ihn üben – über ein Bild zu reden, dass noch nicht sichtbar ist, oder inhaltlich schon 7 Folien weiter zu sein als sichtbar, das kannst du so definitiv vermeiden!

Flüchtigkeits- und Tippfehler haben in einer guten Präsentation nichts verloren. Versuche, wie bei einer wissenschaftlichen Arbeit, Zeit für Korrekturen einzuplanen, v.a. wenn das Referat mit in deine Benotung einfließt. Sprache und Ausdruck spielen hier nämlich eine nicht zu unterschätzende Rolle.

Kriterien für ein gelungenes Referat, eine gelungene Präsentation

Damit du schon davor weißt, was in die Bewertung miteinfließt, haben wir dir eine Liste mit den wichtigsten Kriterien erstellt. Was davon du umsetzen möchtest oder überhaupt in deinem Referat umsetzbar ist, musst du selbst entscheiden – aber versuch schon bei der Vorbereitung auf die folgenden Bereiche und Unterpunkte zu achten:

Struktur

  • Thema sinnvoll untergliedern
  • Roten Faden’ erkennen lassen
  • Struktur überschaubar gestalten – auch auf den Folien/dem Handout

Sprache

  • deutlich und verständlich sprechen; angemessene/s Sprechtempo und -Lautstärke
  • nicht in zu langen, verschachtelten Sätzen reden
  • den Vortrag weitestgehend frei halten
  • Fachbegriffe/Fremdwörter, falls nötig, kurz erklären
  • versuchen unnötige Wiederholungen und Hänger zu vermeiden

Inhalte

  • guten Einführung in das Thema, hin zu These oder Fragestellung
  • Kontextualisierung – in Bezug zu anderen Seminarthemen
  • angemessenes Niveau und Wissenschaftlichkeit
  • Aktualität im Auge behalten
  • gute Beispiele, Medien finden und einbeziehen
  • guten Abschluss mit Zusammenfassung der wichtigsten Erkenntnisse
  • Hauptquellen angeben

Medien und Materialien

  • Nutzung diverser Medien 
  • Sinnvoller Einsatz der Materialien
  • abwechslungsreiche und interessante Aufbereitung

Miteinbezug der Mitstudierenden

  • Blickkontakt
  • Zwischenfragen stellen und beantworten
  • Zeit für Diskussion lassen
  • zum Diskurs und Weiterdenken anregen

Wie lange auf Präsentation/Referat vorbereiten?

Pauschal lässt sich diese Frage nicht beantworten. Es kommt immer darauf an, was für ein Typ du bist und um was für ein Referat es sich handelt. Bei Gruppenreferaten muss man sich zwangsläufig frühzeitig absprechen, auch um die Aufgaben/Themen klar zu verteilen, hältst du aber alleine eine Präsentation sieht das anders aus, du kannst dann:

  • auf Nummer sicher gehen und schon 10-14 Tage (oder früher) vor dem Referat mit den Vorbereitungen beginnen, dann wirst du auch keinen Zeitdruck haben. Vorteil ist, dass du nach wirklich guten Quellen suchen und dir wirklich Mühe bei der Ausarbeitung deines Vortrags und des Handouts geben kannst.
  • versuchen auf den letzten Drücker noch etwas abzuliefern, was einigermaßen passt. Oft finden sich aber über Nacht nur schlecht gute und wissenschaftlich fundierte Quellen, Zusatzmaterialien und Co. – und denk dran, dass du auch noch irgendwo dein Handout ausdrucken solltest, wenn du keinen Drucker daheim hast.

Manche Studierende brauchen Zeitdruck, um motiviert zu werden, andere geraten dann in unnötige Panik. Mein Tipp wäre wenigstens die Quellen und das Handout schon eine Weile vor dem Referats-Termin fertig zu haben – daraus kann man zur Not dann auch noch über Nacht etwas Vorzeigbares zaubern.

Durch Auftreten punkten

Auch bei einem inhaltlich nicht so toll vorbereiteten Referat kannst du durch positives Auftreten, das Miteinbeziehen der Seminarteilnehmer:innen und ein bisschen Ideenreichtum während der Präsentation noch von dir überzeugen – Hauptsache du glaubst an dich und bewahrst einen einigermaßen kühlen Kopf.

(Uni Frankfurt/SALI)

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