Weniger Stress

Zeitmanagement im Studium

Moderne Kollage von männlichem Kopf, über dem eine Uhr und diverse Formen schweben.
Ohne Stress und Zeitdruck studieren? (Foto: © stock.adobe.com/Jannissimo)
Schon 22:00 Uhr und um 23.59 Uhr muss die Hausarbeit abgeschickt sein! Wer kennt das nicht? Wie du lernst, im Studium besser mit deiner Zeit umzugehen, erfährst du hier!
Mittwoch, 03.01.2024, 11:05 Uhr, Autor: Alena Kittelberger

Das Studierendenleben ist aufregend, aber auch anspruchsvoll. Zwischen Vorlesungen, Seminaren, Prüfungen und sozialem Leben kann es schwierig sein, die Zeit effektiv zu managen.

Doch mit der richtigen Herangehensweise und ein paar persönlichen Tipps könnt ihr eure Zeit optimal nutzen, erfolgreich in der Uni sein und dennoch Raum für Freundschaften und euch selbst schaffen. 

Zeitmanagement im Studium

Zeitmanagement ist ein schwieriges Thema. Fakt ist, dass Langeweile nur noch selten vorkommt. Wenn man mal eine freie Minute zum Luft holen hat, beschäftigt man sich meistens mit seinem Handy. Meistens leiden wir unter Stress und kommen kaum mit allen Abgaben hinterher. Wie du effizienter mit deiner Zeit umgehst, erfährst du hier!

Einen realistischen Stundenplan erstellen 

Der Schlüssel zu erfolgreichem Zeitmanagement ist ein gut strukturierter Stundenplan. Plan deine Vorlesungen, Seminare und Lernzeiten ein, aber vergiss nicht, realistisch zu sein.

Setz dich nicht unter Druck, den gesamten Tag mit Studium zu füllen. Berücksichtige auch Pausen, um dich zu erholen. Ein gesunder Mix aus Studium und Freizeit ist entscheidend.

Gerade wenn es dir dieses Semester zu stressig ist, solltest du im nächsten Semester weniger belegen. 30 Leistungspunkte sind ein guter Richtwert pro Semester, um das Studium in einem angemessenen Rahmen zu absolvieren. 

Prioritäten setzen 

Jeder kennt das Gefühl von Überforderung, wenn man auf die eigene To-do-Liste schaut. Bei manchen führt es dazu, gar nicht erst anzufangen und die Aufgaben weiter aufzuschieben. 

Nicht alles ist gleich wichtig. Setze deine Prioritäten und konzentriere dich auf die Aufgaben, die am dringendsten sind. Wenn du weißt, welche Prüfungen bevorstehen oder welche Projekte anstehen, kannst du deine Zeit entsprechend einteilen. 

Das hilft, Überlastung zu vermeiden und die Qualität deiner Arbeit zu verbessern. „Kleinere Aufgaben“ wie beispielsweise E-Mails kann man gut abends vor dem Schlafengehen beantworten. Normalerweise nimmt das bei uns Studierenden nicht mehr als 15 Minuten in Anspruch. 

Effektives Lernen 

Stundenlanges Pauken ist nicht immer effektiv. Versuche, deine Lernzeit in kürzere, konzentrierte Einheiten aufzuteilen. Nutze Techniken wie die Pomodoro-Methode – 25 Minuten intensives Arbeiten gefolgt von einer kurzen Pause.

Das hilft nicht nur, deine Konzentration aufrechtzuerhalten, sondern macht das Lernen auch weniger überwältigend. Außerdem kann sich dein Gehirn nicht länger als sechs Stunden konzentrieren. Also lerne lieber effektiv, fange früher mit dem Lernen an und mache dafür nicht den ganzen Tag Uni-Kram! 

Informiere dich über deine Fachschaft oder das Studierendenwerk deiner Uni über nützliche Seminare zu Zeitmanagement, Prüfungsvorbereitung und Lernmethoden. Eigentlich werden jedes Semester fachübergreifend solche Kurse angeboten.

Die Uni Augsburg bietet sogar Online-Lern-Workshops an. 

Wie viel Zeit für Freunde einplanen? 

Soziale Kontakte sind wichtig für dein Wohlbefinden. Setz dir feste Zeiten, um Freundschaften zu pflegen oder dich auf ein Hobby zu konzentrieren (Musik, Sport etc.). Dies dient nicht nur der Entspannung und Ablenkung vom Uni-Alltag, sondern schafft auch ein Gleichgewicht zwischen Studium und sozialem Leben.

Gerade wenn du viel Energie durch andere Leute bekommst, sind deine sozialen Kontakte besonders wichtig. 

Me-Time nicht vergessen 

Inmitten des hektischen Studierendenlebens ist es leicht, Zeit für sich selbst zu vernachlässigen. Aber egal, ob du denkst, dass du Zeit für dich brauchst oder nicht – jedem von uns tut sie gut! Plane dir bewusst Momente der Entspannung ein – sei es durch Lesen, Sport oder einfach nur Spaziergänge in der Natur und du wirst merken, dass du im restlichen Alltag viel effektiver sein wirst.

Dort hat dein Körper und dein Kopf endlich mal Zeit ganz abzuschalten und sich zu erholen. Von mir selber kenne ich das sehr gut. Man hat viele Termine und seinen Freund:innen möchte man auch allen gerecht werden. In dem ganzen Stress vergisst man die Momente, in denen man Ruhe hat und sich erholen kann.

Die Folgen bei mir sind Müdigkeit, Kopfschmerzen und Dauerstress. Also sag auch mal eine Verabredung ab, denn diese "Me-Time" ist essenziell, um Energie zu tanken und Stress abzubauen! 

Den Kalender nicht zu voll packen 

Es ist verlockend, den Kalender mit Aktivitäten zu füllen, um produktiver zu erscheinen. Teilweise schreibt man sich schon Treffen mit Freund:innen oder Partys in den Kalender. Aber wäre es nicht viel schöner, mehr Zeit für spontane Aktionen zu haben und nicht immer hektisch in den Kalender schauen zu müssen? Also plane deinen Kalender nicht so voll.

Ein gutes Zeitmanagement beinhaltet zwei bis drei Stunden am Tag, an denen der Terminkalender leer bleibt. Meistens füllen sich diese Lücken am Ende von alleine – und wenn nicht: "Me-Time"! Die Lücken dienen dir auch als Pufferzeiten. Wer oft zu spät kommt, und zwar nicht aus Faulheit, kann hier definitiv etwas dagegen unternehmen.

Du solltest auch Flexibilität bewahren. Trotz sorgfältiger Planung können unvorhergesehene Ereignisse auftreten. Sei flexibel und pass deinen Zeitplan an, wenn nötig. Dies verhindert unnötigen Stress, wenn Dinge nicht nach Plan verlaufen. Das ist mit der wichtigste Punkt. Denn es passiert viel zu oft, dass der Zug nicht fährt oder ein Seminar verschoben wird. 

Angst Verabredungen abzusagen? 

Viele von uns haben einen riesengroßen Stress, weil sie bei jedem möglichen Event dabei sein wollen. Ich denke, dass kennen fast alle Studierenden. Die Angst, etwas zu verpassen, auch "Fomo" genannt. Das kommt aus Angst vor Ablehnung, wenn man seiner Gruppe mal absagt.

Aber warum? Sind es wirklich die richtigen Freund:innen, wenn sie dich nicht mehr einladen, nur weil du öfters absagst? Und bist du dir sicher, dass du überhaupt weniger gefragt wirst? Außerdem, was verpasst du? Die 100. Party und den 100. Spieleabend? Was ist mit Ruhe und Entspannung, die man wirklich ab und zu braucht?

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Deinen Kopf ausschalten und dich einfach mal treibenlassen. Wann hast du das, das letzte Mal getan? Probiere es aus, gerade wenn du dich gestresst fühlst und dir alles zu viel wird. Lass einfach mal alles los, um danach umso stärker weitermachen zu können. 

Möglichkeiten wie man Entspannen kann 

Das muss im Grunde jeder für sich selber herausfinden. Die bekanntesten Möglichkeiten sind wahrscheinlich Yoga und Meditieren. Persönlich lese ich gerne ein Buch, spiele Gitarre oder gehe abends spazieren. Auch jetzt im Winter, wenn es abends schon kalt und dunkel ist, kann ich mich draußen total gut entspannen. Oder tagsüber im Wald. Probiere es einfach mal aus! 

Insgesamt geht es beim Zeitmanagement nicht nur darum, effizient zu studieren, sondern auch darum, ein ausgewogenes und erfülltes Leben zu führen. Denn wenn letzteres nicht gegeben ist, ist man meist umso ineffizienter.

Finde deine eigene Balance, probiere verschiedene Techniken aus und passe deinen Plan entsprechend deinen Bedürfnissen an. Erinnere dich daran, dass deine Zeit wertvoll ist, also verwende sie bewusst und genieß das Studierendenleben in vollen Zügen. Du hast die Macht, deine Zeit zu gestalten – nutze sie weise.

(AK)

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