Awareness

K.O.-Tropfen: Gefahr in Clubs

Glas mit Eiswürfeln und Pipette gefüllt mit Flüssigkeit, die von einer Hand darüber gehalten wird – vor buntem-Lichter-Disko-Hintergrund.
Lass am besten beim Feiern deine Getränke nie aus den Augen! (Foto: © stock.adobe.com/s-motive)
K.O.-Tropfen sind eine Gefahr, die viele unterschätzen. Oft geht es so schnell, dass man es gar nicht mitbekommt. Wie du aufpassen kannst – auch in Augsburg?
Freitag, 19.05.2023, 12:00 Uhr, Autor: Alena Kittelberger

Hattest du schon einmal eine Situation, in der dir oder einer deine/r Freund/innen K.O.-Tropfen ins Glas geschüttet wurden? Viele haben diese Erfahrung glücklicherweise noch nicht machen müssen. Leider sind sich einige der Gefahr nicht so bewusst, denn es passiert gar nicht so selten wie man annimmt. Gerade in einer so großen Stadt wie München ist die Gefahr groß, das dir etwas in dein Getränk gemischt wird. Aber auch in Augsburg oder kleineren Städten kann dir so etwas passieren. Ich selber musste die Erfahrung leider auch schon machen, in einem Club in Augsburg. 

Was sind K.O.-Tropfen und welche Arten gibt es?

K.O.-Tropfen sind Drogen, die öfter in Bars und Clubs eingesetzt werden, um Menschen willenlos zu machen. Es passiert oft so schnell, dass man es gar nicht mitbekommt. Dazu musst du gar nicht groß dein Getränk aus den Augen lassen. Oft reichen den Tätern Sekunden um die Drogen in das Getränk zu mischen.

Die gängigste Droge ist Liquid Ecstasy auch unter dem Namen Vergewaltigungsdroge bekannt. Diese befindet sich zum Beispiel in ähnlicher Form in bestimmten Reinigungsmitteln und ist damit für jeden erhältlich. Es ist daher keine Schwierigkeit für jemanden an die Droge heranzukommen. 

Meine Erfahrung

Selber ist mir das an einer Bar in einem Club passiert. Während ich mein Getränk bezahlt habe, hat mir eine Frau etwas in meinen Cocktail gemischt. Das ging alles so schnell, das ich es kaum mitbekommen konnte. Auch war ich unglücklicherweise schon ein wenig angetrunken. Nüchtern hätte man es vielleicht gemerkt. Da es mir aber nach kurzer Zeit ziemlich schlecht ging habe ich Gott sei Dank aufgehört weiter zu trinken. Meine Freunde haben mich daraufhin nach Hause gebracht.

Filmriss: Waren es K.O.-Tropfen oder zu viel Alkohol?

Zuerst nahmen alle an ich hätte zu viel getrunken, erst am nächsten Tag haben wir erfahren, was im Club passiert ist. Eine Frau hat im Auftrag dreier Männer versucht mich mithilfe der K.O-Tropfen zu betäuben. Mehrmals haben sie uns am Vorabend ihre Hilfe angeboten, mich kurz nach draußen zu begleiten. Meine Freunde haben mich aber zum Glück nicht aus den Augen gelassen. Die Folgen hätten sehr schlimm sein können. 

So kannst du dich vor K.O.-Tropfen schützen

Nach dieser Erfahrung war mir erst bewusst, was wirklich passieren kann, wenn man K.O-Tropfen untergemischt bekommt. Wie du dich am besten schützt, haben uns Polizeibeamte im Nachhinein erzählt.

Wichtig ist:

  1. Was du bestimmt schon 100-mal gehört hast: Lass dein Getränk nicht aus den Augen. Auch nicht nur für eine Sekunde. 
  2. Lass dir nichts von Fremden ausgeben oder mitbringen.
  3. Bei den ersten Anzeichen bei denen du dich komisch fühlst, fahre mit Freund:innen ins Krankenhaus.
  4. Schau, dass immer jemand bei dir ist. Zudem solltest du auch darauf achten, dass niemand von eurer Gruppe alleine ist oder mit Fremden mitgeht.
  5. Informiert euch über die Gegend, in der der Club ist oder die Party stattfindet. 
  6. Mein Tipp vor allem an Frauen: Zieht euch nicht zu knapp an, geht nur mit einer Freundin auf das WC, nach draußen oder nach Hause und trinkt lieber mehr vor der Party, damit ihr im Club nicht mehr so viel braucht. Außerdem solltest du darauf achten nicht zu betrunken zu sein. 

In meinem Fall hatte ich also viel Glück, einfach, weil ich nicht genügend von dem Getränk getrunken habe. Aber das alleine sollte zeigen, dass man sich der Gefahr bewusst sein muss, vor allem als Frau. 

(AK)

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